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Montage nach Stand der Technik im Neubau - sog. "RAL"-Montage

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Bei der Montage im Neubau sind selbstverständlich die anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Dies bedeutet, dass u.a. die Maueranschlußfuge alle, auf den Seiten "ENEV-Anforderungen" und "Stand der Technik" aufgeführten Anforderungen erfüllen muß. Dies ist keine besondere Anforderung, die jederzeit ohne besonders großen Aufwand realisierbar ist. Natürlich gibt es auch bei dieser Montage einige Feinheiten zu berücksichtigen.

Für eine Montage nach den anerkannten Regeln der Technik (sog. "RAL"-Montage) ist natürlich auch die Verwendung eines Multifunktionsbandes (siehe "RAL"-Montage Altbau) möglich, doch keinesfalls zwingend erforderlich. Hier gibt es rationellere Methoden, das 3-Ebenen-Modell zu realisieren.

Voraussetzung für eine funktionstüchtige Maueranschlußfuge ist grundsätzlich ein vorverputzter Zustand der Laibungen (DIN 4108: ".. eine glatte, ebene Oberfläche..").

Ebene 3:

Die innere, dauerhaft dampfdiffussiondicht auszubildende Ebene kann durch mehrere Anschlussmöglichkeiten realisiert werden:

1, Verwendung von elastischen Dichtstoffen und Hinterfüllmaterial:

Bei dieser Art der Fugenausbildung ist es zwingend erforderlich, auf eine ausreichende Dimensionierung der Anschlußfugen zu achten (siehe hierzu auch: "Fenstermontage - Grundlagen" von Dipl. Ing. Guido Strasser).

Die Anschlußfuge wird durch elastische Dichtstoffe zwischen Baukörper (Mauerwerk) und Blendrahmen (Bauelement) dauerhaft dampfdiffussionsdicht verschlossen. Die Flanken sind zu primern, 2-Flanken-Haftung ist durch Verwendung von geschlossenzelligem Hinterfüllmaterial zwischen PU und Dichtfuge herzustellen.

2, Verwendung von Dichtungsbändern

Hier ist ebenso eine glatte, ebene Oberfläche (vorverputze Laibung) erforderlich, damit diese Buthyl- oder Polyisobuthylenbänder mittels speziellem Montagekleber zu verklebenden Dichtbänder für eine dauerhaft dampfdiffussionsdichte Anschlußfuge fachgerecht verarbeitet werden können. Wichtig zu beachten ist, daß die Bänder mit leichter Bewegungsschlaufe verarbeitet werden, damit das Band die Bewegung des Bauelements ausgleichen kann und nicht bei Schrumpfen des Bauelementes (bei niedrigen Temperaturen) abreisst.

Ebene 2:

Die mittlere Dämmebene kann sowohl mit Polyurethan-Montageschaum als auch mit Dämmwolle ausgefüllt werden. Bei Verwendung von Bauschaum ist darauf zu achten, daß keine Schaumreste über den Blendrahmen stehen, Überstände sind bündig abzuschneiden.

Ebene 3:

Die äußere, wind- und schlagregendichte Ebene kann ebenfalls mittels verschiedener Werkstoffe hergestellt werden:

1, vorkomprimierte Dichtbänder

Es ist darauf zu achten, daß die sog. Kompribänder auf einem ebenen Untergrund verarbeitet werden und für die vorhandene Fugenbreite ausgelegt sind.  D.h., wenn die Kompribänder ihren entkomprimierten Zustand erreicht haben ist eine Druckdichtigkeit von min. 600 Pa erforderlich. Zudem ist bei der Verarbeitung der Kompribänder unbedingt darauf zu achten, daß die Kompribänder Ihren entkomprimierten Zustand erreicht haben, bevor PU-Schaum zur Fugendämmung verwendet wird. Sollte PU-Schaum zwischen Baukörper und Kompriband eindringen, so entspricht die Fuge an dieser Stelle nicht mehr den anerkannten Regeln der Technik.

2, Dichtungsbänder (Anwendung für außen)

Hier ist ebenso eine glatte, ebene Oberfläche (vorverputze Laibung) erforderlich, damit diese Buthyl- oder Polyisobuthylenbänder mittels speziellem Montagekleber zu verklebenden Dichtbänder für eine dauerhaft dampfdiffussionsdichte Anschlußfuge fachgerecht verarbeitet werden können. Wichtig zu beachten ist, daß die Bänder mit leichter Bewegungsschlaufe verarbeitet werden, damit das Band die Bewegung des Bauelements ausgleichen kann und nicht bei Schrumpfen des Bauelementes (bei niedrigen Temperaturen) abreisst.