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Die Anforderungen der ENEV an die Fenstermontage!

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ENEV?

Die ENEV (Energieeinsparverordnung) ist eine Verordnung mit Gesetzescharakter und wurde verabschiedet (bzw. wird regelmäßig in neueren Fassungen verschärft) um den Heizenergiebedarf bei Neubauten auf 5 Ltr. pro qm zu reduzieren. Eine Montage von Bauelementen muß immer nach ENEV-Richtlinien UND nach dem Stand der Techik erfolgen.

ENEV-Richtlinien?

Die ENEV-Richtlinien dokumentieren den Stand der Technik und werden mit weiteren Regelwerken bei Gutachten oder Auseinandersetzungen über fachgerechten Bauelemente-Einbau als Stand der Technik und Mindestvoraussetzung für fachlich richtige Ausführung herangezogen. 

das bedeutet?

Das bedeutet, das Merkmale wie Ausbildung der Fugen, technische Eigenschaften von Dichtstoffen und deren fachlich richtiger Einsatz, Ausführung der Ebenen der Anschlussfuge, Vorschriften über Befestigung und statisch richtige Ausführung nach den jeweiligen Normen

(DIN4109 - Schallschutz im Hochbau,

DIN 4108 - Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden,

DIN EN673 - Glas im Bauwesen,

DIN EN ISO 6946 - Wärmedurchgangskoeffizient,

DIN EN ISO 10077-2 - Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen,

DIN EN ISO 10211-2, Wärmebrücken im Hochbau,

DIN 18201 - Norm für Toleranzen im Hochbau,

DIN 18202 - Norm für Toleranzen im Hochbau)

ebenso maßgeblich sind wie bspw. technische Merkblätter der einschlägigen Institute. Hier ist insbesondere das IVD-Merkblatt09 hervorzuheben. Als grundsätzliches Merkmal gilt der zulässige Wärmedurchgangswert für Fenster. Dieser beträgt lt. Stand ENEV2009 Uw<=1,3 W/qmK.

ENEV und Anschußfuge?

Anschlußfugen nach ENEV sind aufgrund der Problematik der Wasserdampfdiffussion innen 10x dichter als außen auszuführen. Die Fuge muß 3 Funktionsebenen besitzen (siehe 1. Bild), die innen dauerhaft dampfdiffussionsdicht, in der Mitte trocken und dämmend und außen dauerhaft wind- und schlagregendicht ausgeführt sein müssen. Bei fachlich richtiger Ausführung wird für eine Fuge nach Stand der Technik gesorgt. Hört sich alles einfach an, aber die DIN 4108 sorgt hier für richtig hohe Anforderungen bei klassischem Fensterwechsel im Altbau.

Wasserdampfdiffussion?

Da bei Temperaturunterschieden auch über den Querschnitt der Außenbauteile ein Temperaturgefälle von innen nach außen entsteht, kühlt sich durch die Bauteile diffudierender Wasserdampf entsprechend dem Temperaturgefälle ab. Sobald der Taupunkt unterschritten wird, fällt Wasser in den Bauteilen an. Die Folgen davon sind Schimmel- und Blasenbildung, Verrottung, Ausblühungen oder Absprengungen. Aus diesem Grund muß eine Luftströmung von der Raum- zur Außenseite ausgeschlossen werden - die Konstruktion muß raumseitig dampfdiffussionsdichter sein!

Isothermenverlauf?

HIer spielt der Isothermenverlauf eine wichtige Rolle. Eine Isotherme ist eine Linie, die Punkte mit gleicher Temperatur verbindet. Für die Beurteilung eines Anschlußes ist bei üblichem Raumklima (20°C/50% rel. Luftfeuchte) die 10°-Isotherme von Bedeutung. Sie soll innerhalb der Konstruktion verlaufen. Ist dies der Fall, so entsteht keine Tauwasserbildung.

Lüftung?

Achtung: Ihre neuen Fenster dämmen nicht nur viel besser als Ihre alten Fenster, sie sind auch dicht. D.h. für Austausch der Raumluft und der feuchtigkeitsangereicherten Luft sind Sie selbst verantwortlich. Mehr dazu erfahren Sie auf unseren Lüftungsseiten.